Die drei Phasen des Saunagangs

Ein vollständiger Saunagang besteht immer aus drei Phasen. Dieser Zyklus wird üblicherweise 2–3 Mal wiederholt. Plane für einen kompletten Saunabesuch etwa 2–3 Stunden ein.

1

Hitzephase

Schwitzen in der Kabine

8–15 Min.
2

Abkühlung

Frische Luft & kaltes Wasser

10–15 Min.
3

Ruhephase

Entspannung & Erholung

15–30 Min.

Vor dem Saunagang: Die richtige Vorbereitung

Was du mitbringen solltest

Vorbereitung des Körpers

  1. Gründlich duschen – entfernt Schweiß, Deo und Kosmetika
  2. Gut abtrocknen – trockene Haut schwitzt schneller
  3. Optional: warmes Fußbad – bereitet den Körper auf die Hitze vor
  4. Schmuck ablegen – Metall wird in der Hitze sehr heiß!

Phase 1: Die Hitzephase

Betrete die Sauna zügig und schließe die Tür schnell, damit keine Wärme entweicht. Breite dein Handtuch so aus, dass dein gesamter Körper inklusive Füße darauf liegt.

Die richtige Bank wählen

BankTemperaturEmpfehlung
Obere Bankbis 100 °CFür Erfahrene
Mittlere Bank80–90 °CDer Allrounder
Untere Bank60–70 °CFür Anfänger

💡 Tipp für Anfänger

Starte auf der unteren oder mittleren Bank und arbeite dich langsam nach oben. Die Temperatur kann zwischen oben und unten bis zu 30 °C variieren – höre immer auf deinen Körper!

Wie lange in der Hitze bleiben?

⚠️ Wichtig

Bei Unwohlsein, Schwindel oder zu schnellem Puls – sofort raus! Dein Wohlbefinden geht immer vor.

Der Aufguss – das Highlight

Der Aufguss (finnisch: Löyly) ist das charakteristische Element der Finnischen Sauna. Dabei wird Wasser mit ätherischen Ölen auf die heißen Saunasteine gegossen – die Hitze wird dadurch intensiver wahrgenommen.

DuftWirkungEmpfohlen für
EukalyptusBefreit die AtemwegeBei Erkältungsneigung
LatschenkieferWaldduft, entspannendDer Klassiker
Minze / MentholKühlend, erfrischendIm Sommer
LavendelBeruhigendAm Abend
Zitrone / OrangeBelebendAm Morgen
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Phase 2: Die Abkühlphase

Die Abkühlung ist genauso wichtig wie die Hitze! Erst der Wechsel zwischen heiß und kalt bringt die gesundheitlichen Vorteile. Der richtige Ablauf:

  1. Frische Luft (2–5 Min.): Zuerst an die frische Luft gehen und tief durchatmen
  2. Kaltes Wasser: Immer herzfern beginnen – erst Füße, dann Beine, Arme, zuletzt der Rumpf
  3. Tauchbecken (optional): Kurz eintauchen, 10–30 Sekunden
  4. Warmes Fußbad: Öffnet die Gefäße wieder und verhindert Nachschwitzen

Phase 3: Die Ruhephase

Nach dem Wechselbad der Temperaturen braucht der Körper Ruhe. Diese Phase sollte mindestens so lang sein wie die Hitzephase. Leg dich hin, wickle dich in den Bademantel, trinke etwas – und lass das Handy in der Tasche.

Die häufigsten Fehler

🚫 Das solltest du vermeiden

  • Zu lange in der Hitze bleiben (über 20 Min.)
  • Die Abkühlung überspringen
  • Zu wenig trinken
  • Mit vollem Magen oder nach Alkohol saunieren
  • Bei Erkältung oder Fieber in die Sauna gehen
  • Zu schnell aufstehen – das führt zu Schwindel